Mein
Weg zu den Gewürzen: Wie ich meine Lebensfreude wiederfand
Mein Name ist Franziska. Ich war
schon immer eine recht aktive junge Frau, immer mit positiven
Gedanken und einer Prise Verrücktheit – wenn nicht diese
verdammten Magenprobleme gewesen wären, die mich immer wieder
ausbremsten.
Anfangs war es nicht so schlimm.
Ich achtete ein wenig auf mein Essverhalten und nahm die Sache nicht
wirklich ernst. Doch mit der Zeit wurde es unerträglicher. Nach
jeder warmen Mahlzeit ging es mir extrem schlecht. Ich bekam
regelrechte Magenkrämpfe, und es dauerte nicht lange, bis ich
einen gewissen Ort aufsuchen musste. Schlagartig besserte sich der
Zustand danach, so als würde mein Körper sagen: „Was ist denn das
für ein Zeug? Schnell raus damit!“ Ich kann sagen, das war eine
schwere Zeit für mich. Mein positives Lebensgefühl verschwand, ich
wollte nichts mehr essen. Die Angst, mich vor anderen Personen vor
Schmerzen zu krümmen,war immer präsent. Ja, es fiel auch in meinem
Freundeskreis auf, dass ich mich verändert hatte.
Aber Aufgeben war nie eine
Option für mich.
Nachdem ich gefühlt ganz unten
war, versuchte ich, mich wieder hochzukämpfen. Und das Erste, was
ich tat, war: Küchenschränke auf und ALLES WEG! Wutentbrannt
schmiss ich die Fertigprodukte durch meine Küche. Alles, was nach
Abgepacktem aussah, flog in den Müll. Mit einer aggressiven Wut auf
diese Art von Lebensmittel fiel mir das sogar recht leicht, und es
fühlte sich wie eine große Erleichterung an. Da stand ich nun: vor
Kisten voller weggeworfener Lebensmittel und leeren Schränken. Das
war mein erster, entschlossener Schritt in die richtige Richtung.
Nach einer kurzen Verschnaufpause
informierte ich mich, wie ich „gesund“ kochen konnte – also
alles ohne Zusatzstoffe oder Ähnliches. Die Entscheidung für
Spaghetti Bolognese war schnell gefallen, mein damals
vierjähriger Sohn wollte nur diese Mahlzeit essen.
Ich holte mir also meine ersten
Gewürze ins Haus: die normalen Standardkräuter, Salz und Pfeffer in
einer Mühle. Nachdem ich bemerkt hatte, dass es doch immer wieder
unterschiedlich schmeckte, begann ich, diese Spaghetti-Bolognese-Soße
einfach auf Vorrat zu mischen. Die Gewürzmischung bestand aus
Kräutern, Salz, Pfeffer, Tomatenpulver, Zwiebel und einem Hauch
Knoblauch. Wir haben es geliebt – und mir ging es danach gut!
Ich konnte wieder etwas essen, ohne Schmerzen danach zu haben.
Das war das Beste für mich seit
Langem. Ich wusste, ich war auf dem richtigen Weg, aber das konnte
nicht das Ende gewesen sein. Seit diesem Zeitpunkt war alles anders.
Bei jedem Gericht war Zettel
und Stift immer dabei. Ich schrieb alles auf, was ich zum Würzen
benutzte, probierte neue Rezepte aus und wandelte sie für mich ab.
Ich stellte eigene Marinaden her, und auch andere
Standard-Gewürzmischungen fanden Platz in meinem Schrank. Ich hatte
die Lebensfreude wieder zurück und damit auch einen
kraftvollen Antrieb gefunden, um wieder ganz zu mir selbst zu finden.
Die
Idee für einen Online-Shop
Nachdem ich schon einige
Mischungen in meinem Gewürzschrank hatte, fiel es mir immer
leichter, neue Sachen auszuprobieren. Es war ein kreativer Drang,
eine ständige Suche nach der perfekten Geschmacksnuance. Ich hoffte
auf positive Rückmeldung von Freunden und Familie, die kleine
Testmengen von mir bekommen hatten.
Die Wahrheit zeigte sich schnell
und überwältigend: Bei Grillabenden blieb das vorgewürzte
Grillgut liegen. Im Gegensatz dazu erfreuten sich meine selbst
eingelegten und gewürzten Sachen an größter Beliebtheit. Es
war egal, ob es Grillgut, Beilagen oder Dips waren – alle waren
begeistert. Ein Lächeln huschte über meine Lippen, wenn ich sah,
wie schnell meine Kreationen verputzt wurden.
Der zündende
Funke
Eines Abends stellte mir eine
Freundin eine für mich wichtige Frage, die alles veränderte:
„Warum nur im Kleinen
denken? Warum verkaufst du deine Gewürzmischungen nicht einfach?“
Ich habe kurz darüber
nachgedacht, gelächelt und diese Frage abgewunken. Quatsch,
dachte ich. Doch innerlich begann es sofort zu brodeln. Immer und
immer wieder kam diese Frage in mir auf. Sie ließ mich nicht mehr
los. Ich überlegte hin und her, wälzte Argumente und Zweifel –
und dann, mitten in der Nacht, hatte ich eine klare und einfache
Antwort: ICH MACHE ES EINFACH!
Mit dieser Idee im Kopf stieß
ich zunächst auf Kritik. Das war der Moment, in dem ich mir
ganz klar werden musste:
- Was möchte ich?
- Warum möchte ich
das?
- Was treibt mich an, diesen
verrückten Weg zu gehen?
Mir wurde immer klarer, dass das
mein Weg ist und ich ihn durchziehen kann. "So verrückt bin
nur ich," dachte ich mit einem Augenzwinkern. Diese Erkenntnis
gab mir die nötige Stärke.
Nach einigen Nächten, die ich
mir mit Recherchieren und Informieren um die Ohren geschlagen
hatte – von Lebensmittelrecht über Verpackung bis zur
Shop-Software – hatte ich meinen Weg gefunden.
Ich hatte nicht nur ein
Geschäftskonzept, sondern das gefunden, was
mir Spaß macht. Jetzt
wusste ich, wo es langgeht, und so habe ich auch alle Hürden
genommen, die mir im Weg standen. Der Online-Shop für meine Gewürze
war geboren, angetrieben von Leidenschaft und die Unterstützung von
Freunden.